Kloster der Franziskanerinnen Schwäbisch GmündKloster der Franziskanerinnen


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Kloster der Franziskanerinnen, Bergstraße 20 73525 Schwäbisch Gmünd
Parkempfehlung: Bergstraße

Der sogenannte „St. Gallener Klosterplan“ – der 813-15 von einer Äbtesynode bei Aachen entworfen wurde – ist Entwurf und Grundriss einer zu sinnhaftem Plan gewordenen Kloster-Lebens-Welt. Er war seitdem – ohne je gebaut worden zu sein – Grundplan des abendländischen Klosterbaus.

Das klösterliche Leben der Gemeinschaft ist sehr deutlich strukturiert. Das innere, private Leben in der Klausur unterscheidet sich in Bereiche des gruppenweisen Wohnens, der regelmäßigen Treffen in Refektorium, Kapitel- und Rekreationsräume. Ein Kernraum – der Kreuzgang – sammelt und strahlt aus; ein geistlicher Schwerpunkt ist die Kirche, die auch nach außen offen ist. Das nach außen gerichtete Leben der Gemeinschaft, das an der Pforte und im Gästehaus festgemacht ist, hat Ausläufer in Bibliothek und Seminarräume.

Aufgrund der Lage am Berg stufen sich die Bereiche des Klosters übereinander, nacheinander. Das Gästehaus steht unten am Hang zum Vorplatz vor der Klausurmauer, mit der Vorhalle zur Kirche verbunden. Der Aufstieg durch die Treppe führt in die konzentrierte Weite des Kreuzgangs mit den „Hauptstücken“ des Klosters: Kirche, Refektorium und Kapitelsaal je an einer Seite. An der vierten Seite mündet der Gang und führt in hellem Licht bergauf zu den Häusern der Schwestern, den Dormitorien und der Bibliothek.

Die Gemeinschaft der Schwestern erhält eine Beheimatung in einem Haus, das die eigene Lebensweise mit allen besonderen Ausprägungen des geistlichen Lebens ermöglicht und fördert. Es erscheint hier ein sichtbares Zeugnis von lebendiger und offener religiöser Gemeinschaft und ein Bauwerk, das in einfachen Bildern von Gestalt und Raum – „Haus“ und „Halle“, Dach, Wand und Pfeiler – sich entfaltet und das Leben aufnimmt. Der Klosterbau wurde im Jahr 2000 fertig gestellt. (Gisberth Hülsmann, Architekt)

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