EKMemories

Persönliche Festival-Erlebnisse: "EKMemories"
In Kooperation und mit freundlicher Unterstützung der Rems-Zeitung Schwäbisch Gmünd.

Mit Musik von Ludwig van Beethoven hätte das 32. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd (15. Juli bis 9. August) seinen Auftakt gefunden - die EKM kann jedoch leider nicht in der geplanten Form stattfinden. Auf unvergessliche Festival-Erlebnisse soll in diesem Sommer dennoch nicht verzichtet werden:

"Von Herzen - möge es wieder - zu Herzen gehen!" Mit diesem treffenden Beethoven-Zitat laden die Festival-Organisatoren gemeinsam mit der Rems-Zeitung zur Aktion "EKMemories" ein. Lassen Sie Ihre eindrucksvollsten Festival-Erlebnisse Revue passieren und teilen Sie zum Festivalthema "Ich & Wir" Ihren persönlichen EKM-Moment (max. 2.500 Zeichen). Alle Einsendungen werden während des Festivals in der Rems-Zeitung und auf der EKM-Homepage veröffentlicht. Schicken Sie uns Ihre "EKMemories" an katharina.lampe@schwaebisch-gmuend.de.

Bitte vermerken Sie, ob wir Ihre Einsendung mit vollem Namen, mit Ihren Initialen oder anonym veröffentlichen dürfen. Unter allen Einsendungen verlost das Festival attraktive Preise!

Als absoluten Höhepunkt des letztjährigen Kirchenmusikfestivals haben wir das Konzert von Valer Sabadus und SPARK in Erinnerung. Das Zusammenwirken des weltberühmten Countertenors und der klassischen Band SPARK mit ihren fantastischen Musikern war ein einmaliges Erlebnis und ein unvergesslicher Abend. Auch die enorme Bandbreite der dargebotenen Stücke von altem Liedgut wie „Ich hab‘ die Nacht geträumet“ bis zu Rammstein „Der Seemann“ war unvergleichlich. Dem Publikum in der voll besetzten Augustinuskirche wurde ein Abend der Superlative geboten!

Dr. Ekkehard und Marlene Nissler

Mein persönlich eindrucksvollstes Festival-Erlebnis war die Veranstaltung mit Harald Lesch in der Johanniskirche! Zum Festivalthema „In Raum und Zeit“ perfekt in das Gesamtprogramm eingebaut, berichtete Prof. Harald Lesch wie in seiner Sendung „Leschs Kosmos“ im ZDF ganz ohne Skript und äußerst informativ über Gravitationswellen und das Universum – immer wieder untermalt von improvisierter Orgelmusik. Die Interaktion der beiden Künstler, die spannenden Zusammenhänge, die Harald Lesch im farbig schön ausgeleuchteten Chorraum der Kirche erläuterte und das Gefühl, mit ihm eine Reise in die Weite des Universums zu unternehmen, um dann mit einem Bibelzitat wieder im „hier und jetzt“ zu landen, waren einfach unbeschreiblich! Diesen Abend werde ich nie vergessen!

anonym

Seit es das Festival Europäische Kirchenmusik gibt, empfinde ich es als große Bereicherung des kulturellen Lebens; es gehört einfach zum Sommer in Gmünd. Als Besucher vieler Veranstaltungen (etliche davon als Kritiker der Rems-Zeitung) fallen mir einige herausragende Konzerte ein. Wenn ich aber eines besonders hervorheben möchte, dann ist es das mit dem Choir of Trinitiy College Cambridge unter der Leitung von Stephen Layton bei der EKM 2018. Wie dieser junge Chor Sätze aus dem 16. und 20. Jahrhundert mit lupenreiner Intonation und faszinierender Musikalität zu Gehör brachte, war einfach zutiefst beeindruckend. Das war mit das Beste an Chorgesang, das man je im Heilig-Kreuz-Münster hören konnte. Auch wenn man als Zuhörer von manchen Künstlern tief berührt war, so ist es doch emotional etwas ganz Besonderes, bei EKM-Konzerten selbst mitzuwirken. Als Sänger des Philharmonischen Chores Schwäbisch Gmünd hatte ich dieses Glück regelmäßig. Am ergreifendsten war dabei vielleicht die halbszenische Aufführung der Oper „Orfeo ed Euridice“ von Christoph Willibald Gluck am 20. Juli 2016 im Münster. Regisseur Bernhard Stengele hatte das Werk behutsam, unter Berücksichtigung der Möglichkeiten im Chorraum des Münsters inszeniert, Studierende der Pädagogischen Hochschule zeichneten sich für die faszinierenden Lichteffekte verantwortlich, mit Silke Evers, Sonja Koppelhuber und Anna Escala agierte ein großartiges Solistenensemble, das nicht nur sängerisch, sondern auch schauspielerisch restlos überzeugte. Stephan Beck führte die Sinfonietta Tübingen, die Solistinnen und die Sängerinnen und Sänger des Chores (viele sangen erstmals in ihrer Chorkarriere auswendig!) souverän durch die berühmte Oper. Nach der ergreifenden Aufführung waren sich Ausführende und Publikum darüber einig, ein besonderes EKM-Highlight erlebt zu haben.

Bernhard Fauser

Wir besuchen schon seit einigen Jahren immer drei bis vier Konzerte der EKM in Schwäbisch Gmünd und waren stets begeistert von den beeindruckenden Aufführungsstätten und der exzellenten Qualität, die uns die Musiker geboten haben. Der „Singing Day“ und das Konzert im Münster mit John Rutter im letzten Jahr war wirklich Weltklasse! Wie John Rutter die vielen Chorsänger schon am Nachmittag mit dem Einstudieren seiner Kompositionen begeistern konnte, war ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Dann das Konzert am Abend mit vollem Münster und die Preisverleihung an den „Maestro“ war der krönende Abschluss dieses unvergessenen Tages. Dank der hervorragenden Organisation der Stadt Schwäbisch Gmünd war alles in allem für uns das musikalische Highlight im Jahr 2019.  Wir werden sicher nächstes Jahr wieder dabei sein und freuen uns auf hervorragende Konzerte in Schwäbisch Gmünd.

anonym

Was war für mich das schönste Erlebnis der vergangenen Ausgaben des Festivals Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd? Wenn ich die Eindrücke, welche die künstlerischen Darbietungen bei mir bewirkt haben, zunächst nicht bewerte, sind es vor allem die Begegnungen. Ob in Vorfreude vor der Veranstaltung, in der Pause, oder nach Schluss der Veranstaltung. Die Gespräche mit Besuchern, die Nähe zu den Künstlern, das Kennenlernen von bisher unbekannten Menschen, beim Zuprosten mit einem Glas Sekt oder Wasser. Der Austausch von Empfindungen in empathischer Achtsamkeit und die dadurch entstandene Teilhabe an der Freude der Mitbesucher. Wenn durch diese Begegnungen aus dem "Ich ein Wir" wurde. Das fehlt mir auch in anderen Lebensbereichen (z.B. keine Chorproben und Darbietungen des Münsterchores) durch die Einschränkungen von persönlichen Kontakten sehr. Die künstlerischen Leistungen kann und will ich nicht im Einzelnen bewerten, sie waren ausnahmslos erstklassig.

Horst Fritz

Zu meinen eindrucksvollsten EKM-Erlebnissen der vergangenen Jahre zählt das Konzert von Isabelle Siyou und Hellmut Hattler in der Pfarrkirche St. Franziskus. Die Plätze waren restlos ausverkauft – es mussten sogar noch Zusatzplätze eingerichtet werden – und die Stimmung einfach unvergesslich! Was die beiden mit Gospel-, Pop- und Rock-Musik an diesem Abend boten, wird bestimmt nicht nur mir in Erinnerung bleiben: Die gewaltige Stimme von Siyou mischte sich mit dem genialen E-Bass-Spiel von Hattler und der farbigen Ausleuchtung der Kirche zu einem spektakulären Raum-Klang-Erlebnis. So viel Leidenschaft habe ich selten in einem Konzert erlebt! Toll fand ich auch die Möglichkeit der Begegnung mit den Künstlern nach der Veranstaltung. Das durfte ich beim Festival Europäische Kirchenmusik schon öfter erleben – diese Begegnungen werden mir diesen Sommer fehlen.

anonym

Eine besondere Erinnerung habe ich an den Sommer 2018: Das Kirchenmusikfestival wurde mit Richard Strauss‘ „Alpensinfonie“ eröffnet. Die Württembergische Philharmonie Reutlingen war zu Gast im Heilig-Kreuz-Münster. Dieses Werk stand schon lange auf meiner Liste der Stücke, die ich einmal live hören wollte. Dirigent Fawzi Haimor leitete die Aufführung und nahm das Publikum mit auf eine spannende Reise. Viele Details zum Werk und zu den Mitwirkenden hatte ich zuvor im Künstlergespräch mit dem Orchester-Intendanten erfahren, was das Hörerlebnis bereicherte. Das Besondere an dieser Aufführung war für mich, die Musik nicht in einem nüchternen Konzertsaal, sondern im Münster mit seiner fantastischen Architektur erlebt haben zu dürfen. Für die Württembergischen Philharmonie gab es am Ende langanhaltenden Applaus.

E.D.

„Look at the world, and marvel ev’ry day“ – Betrachte die Welt, und staune jeden Tag! Ein unvergesslicher „Singing Day“ mit John Rutter 2019: Schon der Probennachmittag war ein Erlebnis. Sängerinnen und Sänger der unterschiedlichsten Chorkategorien waren zusammengekommen: Jugendchor, Gospelchor, Kirchenchor, Liederkranz, Profi-Ensemble – diese Konstellation ein seltenes Ereignis. Allen gemeinsam war, die Neugier auf John Rutter. Dessen Werke sie schon alle in Konzerten und in Gottesdiensten gesungen hatten, dessen Musik eine tiefe Gläubigkeit spüren lässt, dessen Musik die alltäglichen Sorgen der Menschen so gut widerspiegeln kann und gleichzeitig so viel Trost aussendet, dessen Musik und Texte den Blick auf unseren wunderbaren Planet Erde mahnend schärft. John Rutter gelang es, seine Freude an der Musik auf die 400 Teilnehmer zu übertragen bis in die letzte Reihe, keine einfache Aufgabe im Münster. Und gespannt folgten alle seinen Ausführungen zu ausgewählten Werken. Man hätte das Fallen einer Stecknadel hören können. Dann das Konzert am Abend: Gänsehaut-Feeling, als der Klang der vielen Stimmen zum hohen, gotischen Kirchendach, gleichsam in den Himmel, aufstieg.

anonym

Nie vergessen werde ich das Festival 2011 mit PanOptikum zur Eröffnung und der Aufführung des Ensembles Officium. Auf dem Programm stand Musik der Renaissance von einstimmigen Chorälen bis zur 40-stimmigen Motette „Spem in alium“ von Thomas Tallis, die wir in diesem Jahr als Performance mit zwei Sängern im Münster erleben dürfen. Das Ensemble um Dirigent Wilfried Rombach schaffte einen einzigartigen Bogen: von feinster Einstimmigkeit bis zu einem Klang, den ich so bisher nicht wieder gehört habe. Im Halbkreis um das Publikum aufgestellt hörte man die Motette in einer Art Live-Dolby-Surround. Dieses Erlebnis erzeugte Gänsehaut – es war ein geradezu magischer Moment. Im Austausch mit meiner Begleitung und Bekannten spürte ich, dass dieser Abend für viele einer dieser besonderen „EKMemories“ war. Für diese Erlebnisse möchte ich dem Festival herzlich danken. Schön, dass wir ein so hochkarätiges kulturelles Highlight jeden Sommer in Schwäbisch Gmünd erleben dürfen.

H. R.

Als treue Besucher der Festival-Konzerte im Kloster Lorch erinnern wir uns gerne an die vielen auf die Klosterkirche perfekt abgestimmten Programme und Ensembles: Das Ensemble Oni Wytars zum Beispiel begeisterte uns mit Musik vom Hofe des Stauferkaisers Friedrich (2012), oder das Ensemble Leones aus Basel mit Liedern von Oswald von Wolkenstein (2016). Es ist immer wieder ein unbeschreibliches Erlebnis, diese Musik in der einmaligen Atmosphäre des Klosters zu hören. Die herrliche Klosteranlage genießen wir vor und nach den Konzerten und freuen uns immer über den Austausch mit Bekannten. Mit diesem besonderen Ort verbinden wir viele großartige EKM-Erlebnisse! Schade, dass wir dieses Jahr auf unseren Sonntagsausflug mit Konzert verzichten müssen, umso mehr freuen wir uns auf die kommenden Festivals.

C.G. + J.G.

Die Aufführung der halbszenischen Oper „Orfeo ed Euridice“ von Christoph Willibald Gluck im Heilig-Kreuz-Münster war mein persönliches Highlight: Es war im Jahr 2016, ich durfte bei der Aufführung des Philharmonischen Chores Schwäbisch Gmünd unter der Leitung von Stephan Beck als „Amor“ den Abend selbst mitgestalten. Das Konzert war nicht nur ausverkauft, es war ein einmaliges Erlebnis für die Aufführenden und das Publikum. An diesen besonderen Moment werde ich mich immer erinnern – mein persönlicher „EKMemory“.

Anna Escala

Unser eindrucksvollstes Erlebnis beim Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd? Diese Frage können wir nicht beantworten. Denn seit es das Festival gibt, werden wir Besucher Jahr für Jahr von Weltklasse- Ensembles mit großartigen Konzerten verwöhnt. Highlights gab es über die Jahre mehr als genug. Wenn dann Künstler auftreten, die man kennt, ist schon die Vorfreude auf das Konzert groß. Beim Duo Enßle-Lamprecht – Anne-Suse Enßle, Blockflöten und Philipp Lamprecht, Vibraphon und Schlagzeug –, das im Juli 2013 im Franziskanerinnen-Kloster auftrat, war das anders. Diese Namen waren uns noch nicht begegnet. Neugierig machten wir uns auf den Weg zum Konzert, das unter dem Titel: „Alte und neue Musik für Flöten und Schlagzeug“ angekündigt war, also eine ungewöhnliche Kombination. Das Feuerwerk an Melodien und Rhythmen, das wir dann erlebt haben, ist uns bis heute unvergesslich geblieben. Das war eine wunderbare Überraschung.

Julia und Wolfgang Schwenk

Das Festival Europäische Kirchenmusik ist für mich seit Jahren ein besonderes Erlebnis: Ich komme immer eine Woche nach Schwäbisch Gmünd und besuche in dieser Zeit meist vier bis fünf Konzerte, die dazugehörenden Künstlergespräche und die Ausstellung im Labor im Chor. Denke ich an diese besonderen Festival-Wochen zurück, fällt mir sofort das Konzert mit dem Trinity College Choir Cambridge ein – das war Chorkunst, wie ich sie bisher nur sehr selten erleben durfte! Wie die jungen Stimmen das Münster füllten und zuvor im Künstlergespräch noch ganz entspannt von ihrer Pause im Freibad erzählten, einfach beeindruckend! Einen ganz besonderen Charme haben auch die Konzerte in der Johanniskirche: Schon der Raum an sich ist auch ohne Klang und Beleuchtung ein Meisterwerk. Wenn sich dann aber alle Elemente an einem Abend verbinden, die Johanniskirche farbig ausgeleuchtet ist, die Ensembles die Bühne betreten und den Raum mit teils bekannten, teils ungewöhnlichen Klängen füllen, kann man von einem wahren Gesamtkunstwerk sprechen! Zum Festivalthema „Mit allen Sinnen“ verzauberte die Jazz-Legende Michel Godard gemeinsam mit Freunden und einem „Duftkonzert“ das Publikum in der Johanniskirche – an diesen Abend denke ich bis heute gerne zurück! Ich freue mich schon auf das Festival 2021 und die viele schönen Sommer-Erlebnisse in Schwäbisch Gmünd.

W.B.

Wenn ich an die vielen Kirchenmusikfestivals zurückdenke, die ich seit Jahren hier in der Stadt erleben darf, fällt mir ein Konzert ein, an das ich mich immer wieder gerne erinnere: Es war das Preisträgerkonzert für den englischen Komponisten Sir John Tavener, der 2013 leider viel zu früh verstarb. Für seine großen Verdienste wurde er im Sommer noch mit dem Preis der Europäischen Kirchenmusik 2013 ausgezeichnet – Standing Ovation in der Augustinuskirche nach einem Konzert des Trinity College Choir Cambridge das unter die Haut ging! Es gab einige Tavener-Werke an diesem Abend, die in eindrucksvoller Perfektion von den jungen Stimmen unter Stephen Layton gesungen wurden. Das Publikum hielt trotz großer Hitze den Atem an, es war unbeschreiblich! Der Komponist selbst saß mitten im Publikum und lauschte ebenfalls der Weltklasse-Aufführung. Berührt hat mich die anschließende Preisverleihung an den großen Komponisten, der doch so bescheiden im hellen Anzug und mit dankbarem Blick die Ehrung entgegennahm. Als wir uns auf den Heimweg machten, konnten wir noch sehen, wie er dem Ensemble hinter der Kirche für das schöne Konzert dankte. Großen Künstlern wie Sir John Tavener so nahe kommen zu dürfen – das macht für mich die besonderen Festival-Momente in Schwäbisch Gmünd aus.

J. W.

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